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Im Bahnhof aufschlagen

Tuesday, 24. January 2012 12:15

Was machen die Männer da? Ganz einfach: Sie bauen einen Squash Court, bei dem man den Sportlern gut zuschauen kann. Auch wenn das ein bisschen den Verkehr aufhält. Dieses Squash-Turnier findet nämlich in einem der großen New Yorker Bahnhöfe statt:In einem Durchgang in Grand Central hauen sich die Teilnehmer die Bälle um die Ohren, und die donnern ganz schön vor die Wände. Wer im Publikum sitzt oder steht und zusammenzuckt, hat verloren.

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Stoppschild

Monday, 16. January 2012 18:25

Ampeln, Zebrastreifen, Schülerlotsen: Es gibt viele Möglichkeiten, die Leute davon abzuhalten, einfach über die Straße zu rennen. Auch in New York, wo man sich weniger am Symbol in der Ampel orientiert als an dem, was man auf der Straße kommen sieht (die vielen Einbahnstraßen machen das übersichtlich). Das hier lässt alle warten. Bis diese gehetzte Frau kommt und uns dran erinnert, wo wir sind.

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Hightech-Schlitten

Friday, 23. December 2011 15:43

Ich habe den Verdacht, heute ist Tag der danebengegangenen Witze. Ich meine dieses unangenehme Gefühl, das einen beschleicht, wenn einer etwas sagt, das er witzig findet, das aber nicht ankommt. Kein müdes Lächeln will über mein Gesicht huschen, nicht mal aus Höflichkeit. Aber vielleicht ist das ja gerade die Absicht dahinter?

In der U-Bahn gibt es ja durchaus Humoristen unter denjenigen, die aus diesem oder jenem Grunde laut proklamieren, was die anderen Fahrgäste in der Regel nicht hören wollen. Aber dieser Herr jetzt … Er beginnt mit dem gängigen Einstieg für Bettelei. Aber dann sagt er so was wie: “Es ist ganz egal, was Sie geben, machen Sie sich keine Gedanken. Wenn Sie nur … eine Hundert-Dollar-Note haben, nehme ich die auch.” Dann wiederholt er noch mal seinen Pitch, angereichert mit “gerade an den Feiertagen” und “geben Sie doch Ihrem Herzen einen Ruck”, und diesmal endet es mit: “Selbst wenn es nur Ihr Mercedes ist. Mit GPS.” Wir sitzen, wohlgemerkt, in der U-Bahn, als wir diese bescheidenen Witze hören.

Dann schaue ich in die Nachrichten, und was sehe ich da? Ha ha ha statt ho ho ho. Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Avation Administration) hat den Luftraum über den USA für den Weihnachtsmann freigegeben. Dazu veröffentlicht sie eine Pressemitteilung, die auch total lustig sein soll.

FAA Clears Next Generation Santa One for Takeoff

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So eine Art Parkverbot

Monday, 5. December 2011 12:15

Die U-Bahn bleibt stehen, weil bei der U-Bahn davor die Notbremsen betätigt wurden (sagt der Zugführer; draußen murmeln ein paar Leute von “police investigation”), und obwohl ich schnell raus und oben an der Kreuzung bin, kriege ich kein Taxi und stehe dann mit dem Bus im Stau. Toll.

Trotzdem habe ich es viel bequemer als die Autofahrer. Der Autoverkehr in New York ist sowieso meistens eine Zumutung. In der Vorweihnachtszeit erst recht. Und: Die müssen alle früher oder später einen Parkplatz finden. Selbst der Gefängnisfahrer. Der darf mit den ganzen Verbrechern da drinnen natürlich nicht einfach irgendwo herumstehen. Aber er muss erst auf die Instruktionen eines anderen Beamten warten, bis er von der Straße – und aus dem Weg – rollt.

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Wie man in New York einen Parkplatz kriegt

Monday, 7. November 2011 12:34

Parken macht in New York keinen Spaß. Egal, ob man seine Verstärker am Konzertsaal ausladen will oder bloß nach der Arbeit nach Hause: Gute Parkplätze sind hier Mangelware (und obendrein oft teuer). Manche Autobesitzer träumen nachts davon, sich einfach irgendwohin stellen zu dürfen. Andere finden da schon ihre Mittel und Wege.

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Marathon oder Straßensperre?

Sunday, 6. November 2011 13:29

Ungefähr 50.000 Menschen laufen heute durch New York. Später werden drei von ihnen die Rekordzeit brechen, die zehn Jahre lang eisern stand. Aber nicht nur die Läufer beim New York Marathon haben einen anstrengenden Tag. Auch das Publikum gibt alles: meilenweite Unterstützung.

Nicht nur an den beliebten Zuschauerpunkten geht es hoch her. Gruppen kommen und gehen, fahren mit der U-Bahn zu einem anderen Punkt, nachdem ihre Freunde, Kollegen, Verwandte vorbeigelaufen sind. Ein Grüppchen, das ich aufgrund der auffallenden Ähnlichkeiten zu Papa, Onkel und zwei Söhnen mache, wartet an einem späten Punkt auf eine Frau. Die fällt den Kindern und dem “Papa” überglücklich um den Hals, bekommt einen Fruchtriegel gereicht und versichert, sie sehe fantastisch aus, besonders dafür, dass sie jetzt die letzten acht Meilen vor sich hat. Der “Onkel” hat derweil seine Jeans abgestreift. Darunter trägt er Sportzeug. Schon läuft er mit, als die Frau weitermacht.

Auch von offizieller Seite werden die Läufer versorgt. Das sieht zuweilen merkwürdig aus:

Später wird die Straße gereinigt. Erst einmal aber gilt es, die abgekämpften Läufer anzuspornen. Sehr viele haben ihren Namen auf ihr Shirt geschrieben. Denn das Publikum wartet nicht einfach nur auf Mama, Freundin oder Kollegin.

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Und wie es der Zufall will, erblicke ich eine deutsche Gruppe. Auf deren Schild steht etwas, das wohl in meinem Herkunftsland irgendein Insiderwitz ist. Ich finde, es klingt doof.

Aber nicht jeder ist begeistert von dem, was hier abläuft. Ich unterhalte mich mit einem Mann, der mit einem Wägelchen voller Wäsche am Straßenrand steht. “Ich muss in zehn Minuten zur Arbeit”, sagt er. “Wie soll ich das schaffen?” Er wohnt gegenüber. Es sieht nicht so aus, als könne er es über die Straße schaffen, die Läufer folgen viel zu dicht aufeinander. Bei Paraden werden die Straßen auch gesperrt; aber da hat man meistens zwischendurch eine Chance, sie zu überqueren. Das ist aber wohl nicht der Grund, warum dieser Witzbold hier sich mit seinem Plakat an den Rand stellt.

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Ruhe in der Rush Hour

Thursday, 20. October 2011 16:33

Hier hetzen viele, viele Leute durch. Grand Central sieht toll aus, ist aber eben nun mal kein Museum, sondern ein Verkehrsknotenpunkt in New York. Links und rechts in der Vanderbilt Hall wartet derzeit “Through my Window” vom südkoreanischen Künstler Ahae - und bringt mich dazu, mich einen Moment auf eine Bank sinken zu lassen. Die Bilder hat Ahae alle durch dasselbe Fenster gemacht. Sie wirken wie ein Pausenknopf.

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Rätsel: Verkehrskegel

Thursday, 29. September 2011 12:24

Diese Verkehrskegel sind erstaunlich stabil. Neulich im Sturm ist auf der Baustelle alles an seinem Platz geblieben, nur einer überhaupt mal zur Seite gekippt. Um so mehr gibt mir dieser Anbilck Rätsel auf.

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Moment mal: Killer-Bikes?

Tuesday, 20. September 2011 23:01

Beim Stichwort “Fahrradunfall” denkt man an verunglückte Fahrradfahrer. Gegen LKW oder Taxis ziehen die schließlich meist den kürzeren. Aber New Yorker Fahrradfahrer sind gleichzeitig eine Gefahr. Heute lese ich die neuen Daten: Von den knapp 1000 Fußgängern, die im Bundesstaat New York von Fahrradfahrern verletzt wurden, hatte die Hälfte einen Unfall in New York City. Und wir reden hier nicht von harmlosen Kratzern – erfasst hat das Hunter College nur diejenigen, die im Krankenhaus behandelt wurden.

Viele dieser Unfälle haben offenbar eine ganz, ganz makabre Ursache: Dieselben Radfahrer, die sich lautstark beschweren, dass sich Autofahrer nicht um Verkehrsregeln scheren, fahren gern mal eine Abkürzung über Gehwege, ignorieren Ampeln oder rasen verkehrtherum durch die in New York weit verbreiteten Einbahnstraßen.

Das jetzt mal im Hinterkopf. Und dann: Die hiesige Verkehrsbehörde ist so begeistert vom Erfolg des Bike Sharing in Barcelona, dass sie mit 10.000 Fahrräder in das erste Bike Sharing Programm New Yorks einsteigen wird.

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Muskelaufbau

Monday, 19. September 2011 17:19

Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber es ergibt Sinn: Auch Muckibuden brauchen Nachschub. Schließlich wird da drin hart gearbeitet, und harte Arbeit führt zu gewissen Abnutzungserscheinungen an den Maschinen. Und nicht nur da.

Ich frage mich jetzt allerdings, was mit den alten Hanteln passiert. Schließlich gibt es in New York zwar Abfalltonnen; aber bevor die Müllabfuhr kommt, muss man den Inhalt der Tonnen in Tüten verpacken. Wie sehr flucht wohl ein Müllmann, wenn er einen Sack Hanteln in den Müllwagen stemmen muss?

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Schlepper mit bestem Ruf

Sunday, 4. September 2011 12:08

Sie leisten Schwerstarbeit. “Denken Sie dran, wir leben hier auf einer Insel! Ohne die wären wir aufgeschmissen”, sagt er, als die Schlepper anrücken. Einmal im Jahr zeigen sie, was sie können.

Die Schiffe, die vor allem aus Motor bestehen, schleppen normalerweise große Pötte in den New Yorker Hafen. Heute fahren sie erst mal ein Rennen – es ist wieder Zeit für das Great North River Tugboat Race and Competition. Und dann zeigen die Seeleute, wie schnell sie andocken können. Dazu müssen sie eine Startlinie überqueren und dann so schnell wie möglich ein Seil um einen Poller werfen.

Die Wettbewerbsbedingungen sind fies; im echten Hafenverkehr muss es zwar auch schnell und präzise gehen, aber da ist kein Gitter direkt vor dem Poller, von dem das Seil zurückspringen kann. So haben manche leider Pech. Aber dafür haben die Tug Boat Crews auch jeweils zwei Versuche. Und der jeweilge Kapitän gibt so richtig Gas. Deshalb sagt der Moderator, bevor es losgeht: “Wenn ich losrenne, rennen Sie bitte auch.” Ganz zum Schluss rauscht tatsächlich eins der Schiffe auf den Pier. Da merkt man, wie viel Kraft dahintersteckt.

Und dann gibt es einen Wettbewerb zu Lande: Spinatwettessen. Erst für Kinder, dann für Erwachsene – größtenteils aus den Mannschaften der Schlepper, die inzwischen alle angelegt haben. Dieser spezielle Wettbewerb ist nach Popeye benannt. “Wer ist das?”, fragt eins der Kinder. Dann geht es schon los. Der Gewinner sieht nacht einer Dose Spinat in kürzester Zeit allerdings nicht so aus, als hätte es ihn stark gemacht. Deshalb zeige ich ihn lieber bei seinem großen Moment.

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